WIEVIEL KOSTET ES EIN MOTORRAD ZU FAHREN?

WIEVIEL KOSTET ES

EIN MOTORRAD ZU FAHREN?

Wieviel kostet es ein Motorrad zu fahren?

Motorradfahren ist für die Einen eine Leidenschaft und für die Anderen ein Traum. Einige Leute wollen vielleicht mit dem Motorradfahren beginnen, werden aber durch den Gedanken an die Kosten, die vom Erwerb eines Führerscheins bis zum Kauf und der Wartung eines Motorrads anfallen, zurückgehaltenWenn du zu diesen Menschen gehörst und mit dem Motorradfahren beginnen möchtest und wissen willst, was es kostet mit dem Fahren zu beginnen, bist du hier richtig.

Obwohl du natürlich ein bisschen Geld benötigst um mit dem Motorradfahren anzufangen, musst du nicht deine gesamten Ersparnisse in dein Motorrad stecken. Die genauen Kosten variieren aufgrund einiger Faktoren wie dem Standort und dem Motorradtyp den du fahren möchtest. Durch diesen Leitfaden bekommst du ein klareres Bild davon, wie viel Geld du für eine der besten Entscheidungen deines Lebens investieren solltest.

Kosten für den Führerschein

Um einen Motorrad-Führerschein zu erhalten, musst du ein bestimmtes Mindestalter erfüllen. In einigen europäischen Ländern können diese höher oder niedriger sein oder es können zusätzliche Anforderungen bestehen. Es gibt keine obere Altersgrenze für den Besitz eines Führerscheins. Ab 16 Jahren kannst du die Klasse AM (Mofas)Leichtkrafträder (A1) und Vierräder (B1) beantragen, während du mit 18 Jahren auf leistungsstärkere (Standard-) Motorräder in die so genannten Klasse A2 mit einer Mindesterfahrung von 2 Jahren auf A1 umsteigen kannst. Damit kannst du Motorräder fahren, die auf eine Leistung von bis zu 23kW (48PS) begrenzt sind. Ab einem Alter von 21 Jahren kannst du letztlich dem “Big Boys Club” beitreten und schwere bzw. leistungsstarke Motorräder der Klasse A bewegen.

Übrigens: In Großbritannien kannst du mit einem sogenannten CBT-Test („compulsory basic training“; Anm: eine verpflichtende Grundausbildung) ein Moped oder einen Motorroller mit L-Kennzeichen fahren. Das Beste daran ist, dass du dies dort an einem Tag erledigen kannst und es umgerechnet zwischen 110 € bis 160 € kostet. Kurz gesagt, du musst keinen „vollen“ Führerschein machen um mit dem Fahren zu beginnen. Wenn du einen Roller mit einem Beifahrer fahren willst, musst du dich möglicherweise weiter qualifizieren.

Die Preise für den A-Führerschein variieren übrigens von Land zu Land und sind in den letzten Jahren stark angestiegen. In Deutschland war es um das Jahr 2000 herum üblich, ca. 1500 € zu bezahlen, während du gegenwärtig mit Kosten von ca. 2000 € bis 3250 € rechnen musst. Beachte dabei, dass sich diese Preise erhöhen können, wenn du die Prüfung nicht mit dem ersten Versuch bestehen solltest. Falls du den PKW-Führerschein erst spät (ab 21 Jahren) machst und diesen mit dem A-Schein kombinierst, kannst du häufig auch bessere Angebote von deiner Fahrschule bekommen.

Anschaffungskosten

Wenn du dir zum ersten Mal ein Motorrad kaufen solltest, empfehlen wir dir, dich für ein gebrauchtes Motorrad in einem guten Zustand zu entscheiden. Es gibt viele Vorteile, niedrigere Kosten und weniger Ärger über leichte Kratzer sind einige davon. Wir alle wissen, dass gebrauchte Motorräder günstig sind und noch einen langen Weg zurücklegen können. Sie waren einmal die „erste Liebe“ eines anderen Fahrers und wurden häufig gut behandelt. Fabrikneue Motorräder können sehr kostspielig sein und zwischen 5000 € bis 30000 € kosten, während ein gebrauchtes Motorrad in einem guten Zustand bei ca. 2500 € beginnt.

Versicherungskosten​

Die Art der Versicherung die dein Motorrad benötigt, hängt von mehreren Faktoren wie der Art des Motorrad, dem Hubraum und dem Ort, an dem du lebst, ab. Für Motorradanfänger können die Versicherungskosten aufgrund der anderen Einstufung ein ernsthaftes Diskussionsthema sein. Neben den Kosten für den Motorradkauf könnte die Versicherung der nächste große Punkt auf deiner Liste sein. Wenn du ein Motorrad mit übermäßigem Aufbau besitzt und du dich häufig mit viel Gepäck abseits der Straße bewegst, ist es empfehlenswert, eine zusätzliche Versicherung abzuschließen, um die Kosten für teure Reparaturen abzufedern.

Grundsätzlich können sich die Versicherungskosten im Bereich um die 400 € bis 800 € pro Jahr bewegen. Eine andere Möglichkeit die Kosten zu betrachten, besteht darin, diese in monatliche Zahlungen aufzuteilen.

Wartungskosten

Grundsätzlich gilt: Je modernen bzw. technisch komplexer ein Motorrad gebaut ist, desto höher fallen die Wartungskosten aus. Natürlich gibt es auch Faktoren wie das Alter, den Hersteller und der allgemeine Zustand des Motorrads zu beachten. Während japanischen Herstellern hohe Zuverlässigkeit nachgesagt wird, hört man gegenteiliges häufig von manchen europäischen Herstellern, vor allem aus dem Premiumsegment. Umso wichtiger ist daher die richtige Wartung – dabei gibt es zwei Optionen.

Entweder man legt Hand an und führt die Wartung eigenhändig durch – das technische Fachwissen vorausgesetzt – oder man sucht eine Fachwerkstatt auf. Grundsätzlich kann man sich zwischen freien- und Vertragswerkstätten entscheiden. Freie Werkstätten sind oft genauso gut wie Vertragswerkstätten, welche dafür mit Spezialwissen punkten können. Dieses Wissen erweist sich bei besonders modernen, mit zahlreichen elektronischen Bauteilen ausgestatteten Motorrädern von Vorteil. Oft führt kein Weg daran vorbei, da diese vollen Zugriff aus alle Schnittstellen des Motorrades besitzen. Aus diesem Grund ist der Besuch in einer Vertragswerkstatt häufig teurer.

Ein weiterer, nicht zu vernachlässigender Faktor sind die Kosten für die Arbeitszeit. Denn selbst wenn die Bauteile bei einem Motorrad günstiger als bei einem vergleichbaren PKW ausfallen können, können die Kosten für eine Arbeitsstunde leicht zwischen 70 und 150€ betragen.

Ebenfalls nicht zu unterschätzen sind die meist wesentlich kürzeren Wartungs- oder Inspektionsintervalle im Vergleich zu PKWs. Diese Erfahrung werden Besitzer eines gewissen italienischen Herstellers möglicherweise bereits schmerzhaft bereits erfahren haben. Natürlich unterscheiden sich die Wartungskosten von Motorrad zu Motorrad, beispielsweise zwischen Modellen mit einem oder gar 6 Zylindern. Pauschal sollte man allerdings stets zwischen 1000€ und 2000€ über einen Zeitraum von 3-5 Jahren einkalkulieren.

Stellplatz

Damit der Glanz des eigenen, oft heißgeliebten Motorrades noch lange erhalten bleibt ist es oft ratsam sich um einen geeigneten, idealerweise überdachten Stellplatz zu kümmern. Dieser sollte möglichst trocken sein und das Motorrad vor Diebstahl schützen, wie im Falle einer Garage.

Die Preise für einen guten Stellplatz, wie einer absperrbaren Garage sind regional häufig sehr unterschiedlich und können zwischen 20€ bis zu 100€ pro Monat betragen. Oft lohnt es, sich im Bekanntenkreis umzuhören, um sich möglicherweise einen Stellplatz mit anderen Bikern zu teilen.

Eine weitere Möglichkeit wäre sich bei einem PKW dazuzustellen, natürlich immer nach Absprache mit dem Besitzer des Stellplatzes.

Wertverlust

Wer sich für ein fabrikneues Motorrad entscheidet muss unweigerlich mit dem höchsten Wertverlust nach dem Kauf rechnen. Nach ungefähr einem Jahrzehnt bewegt sich der jährliche Wertverlust kaum mehr, sofern sich die Laufleistung fortan nicht mehr merklich nach oben entwickelt.

Ab diesem Moment zählen vor allem der einwandfreie Zustand und die Laufleistung am meisten. Daher ist es ratsam stets ein wachsames Auge auf den technischen und optischen Zustand des Motorrades zu werfen. Ebenfalls wertmindernd wirkt sich ein häufiger Wechsel der Eigentümer aus.

Verständlicherweise werden die höchsten Preise für ältere Modelle mit geringer Laufleistung aus Erstbesitz aufgerufen. Selbstverständlich spielt auch eine gewisse Liebhaberei eine gewisse Rolle, welche ebenfalls einen gewissen preislichen Einfluss haben kann.

Seltene Klassikmodelle und limitierte Serien mancher Hersteller finden sich häufig am oberen Ende der Preisskala und werden oft als Wertanlage genutzt, wohingegen leistungsstarke und stark verbaute Supersportler oft günstiger zu finden sind.

Kosten für Schutzausrüstung​

Eines ist sicher: Du benötigst gute Schutzkleidung, wenn du mit dem Motorradfahren beginnen möchtest. Sie ist nicht nur gesetzlich vorgeschrieben und extrem wichtig, da sie dein Leben retten könnte. Man kann qualitativ hochwertige Schutzausrüstung für einige Hundert oder Tausend € bekommen. Ähnlich wie bei der Anschaffung deines ersten Motorrades hängt es ganz davon ab, wonach du suchst. Manche Leute wollen alles “billig und möglichst einfach” haben, während andere auf der Suche nach “dem Besten und nichts darunter” viel Geld ausgeben wollen.

Motorradzubehör gibt es in allen möglichen Formen, also liegt es an dir zu entscheiden, welchen Weg du einschlagen möchtest. Was man aber immer tun sollte, ist zu versuchen online zu recherchieren oder sich an befreundete Motorradfahrer zu wenden, die bereits Erfahrung oder selbst gebrauchte Ausrüstung besitzen die sie möglicherweise verkaufen würden. Wie so oft gilt: Wer gut recherchiert und Preise vergleicht kann neben dem Fachhandel auch online richtige Schnäppchen machen, vor allem am Ende einer Saison.

Andere Kosten

  • Länderabhängige Kosten für die Nutzung gebührenpflichtiger Straßen wie Autobahnen und Passstraßen fallen in unterschiedlichen Höhen an.
  • Kraftstoffkosten mögen etwas sein, dem viele von uns zunächst keine Aufmerksamkeit schenken, aber es sind sehr wichtige Kosten, da es sich um wiederkehrende Kosten handelt. Genauso wie die Anschaffungskosten eines Motorrads einmalige Kosten darstellen und Versicherungskosten vielleicht einmal im Jahr zu bezahlen sind, sind Kraftstoffkosten fortlaufende Kosten, die anfallen, je nachdem wie viel du dein Motorrad bewegst. Es gibt keine festen Kraftstoffkosten, da diese häufig zeitlichen Schwankungen unterliegen, aber du kannst dir basierend auf dem Kraftstoffverbrauch deines Motorrades und deiner geplanten Fahrlänge ein ungefähres Budgetfenster für die effektiven Kraftstoffkosten ausrechnen.
  • Die Gesamtanschaffungskosten mit denen du minimal rechnen musst, um mit dem Motorradfahren zu beginnen, liegen bei etwa 3000 € bis 4000 € bezogen auf ein günstiges gebrauchtes Motorrad. Diese Kosten stellen eine vernünftige Basis dar, wenn du anfangen möchtest Motorrad zu fahren. Sobald du dich an dein Motorrad gewöhnt hast, kannst du jederzeit auf ein teureres Modell aufrüsten. Es kommt häufig vor, dass die Kosten für ein Motorrad im Laufe der Zeit eher sinken als steigen, sobald du anfängst regelmäßig zu fahren. Das liegt vor allem daran, dass du nach einer Weile nicht mehr allzu viele Kosten zu tragen hast, da du die Anschaffung deines Motorrades und deiner Schutzausrüstung bereits hinter dich gebracht hast. Alle weiteren Ausgaben fallen für den Betrieb und die Wartung des Motorrads an. Auch die Versicherungskosten werden ab einem bestimmten Punkt mit steigender Fahrpraxis ohne Zwischenfällen sinken.
  • Es gibt auch einen völlig anderen Weg um über das Thema “endlich beginnen, ein Motorrad zu fahren” und die Kosten, die damit verbunden sind nachzudenken. Du kannst dir ein gebrauchtes Motocross-Bike zulegen, das dich in etwa die Hälfte eines „ausgewachsenen“ Motorrads kostet. Sie sind billiger und bieten ein anderes Spektrum an Spaß. Damit kannst du lernen „Off-Road“, also abseits der Straße zu fahren und diese Erfahrung wird nicht nur kostenfreundlich sein, sondern auch eine sein, die du ein Leben lang genießen kannst. Neben dem Spaßfaktor und der sportlichen Komponente ist es etwas, das du in Zukunft mit Stolz mit deinen Enkeln teilen kannst. Auch hier gilt: Spare nicht bei deiner Off-Road-Ausrüstung!
  • Das letzte Rat könnte lauten, dass du stets versuchen solltest sparsam zu fahren wo immer du kannst um bares Geld zu sparen, damit du dir irgendwann ein besseres Motorrad leisten kannst.

Wenn du dich nicht entscheiden kannst, ein Motorrad oder ein Auto zu fahren und du dir deshalb die Kostenfrage immer wieder stellen solltest, machen dir keine Sorgen! Ein Motorrad ist zu jeder Tageszeit, an jedem Tag der Woche, in jeder Woche des Monats und in jedem Monat des Jahres die bessere Option. Es ist cool, die Kosten sind vergleichsweise niedrig und das Gefühl von Freiheit und Freude, das du beim Motorradfahren bekommst ist einfach unvergleichlich!

Ich habe ein kleines Budget, möchte aber Spaß beim fahren haben und dabei sicher bleiben. Aber wie?

Es gibt eine tolle Möglichkeit all diese Dinge zu verbinden! Motobit hilft dir dabei, sicherer zu fahren, indem es dich vor feststehenden Gefahren wie gefährlichen Kurven, beschädigten Straßen und vielem mehr warnt, aber auch vor Kurven, die ein bisschen zu leichtsinnig genommen werden. Der Kurvenassistent kann entscheidend sein, besonders wenn du neue und unbekannte Gebiete erkundest. Es ist ganz einfach: Mehr Sicherheit = mehr Spaß!

Stelle also sicher, dass du nicht nur dein Motorrad richtig wartest, sondern auch, dass Motobit auf deinem Smartphone installiert und aktiv ist, bevor du zu deiner nächsten Tour aufbrichst. Wenn du Motobit noch nicht installiert hast, hol es dir jetzt kostenlos!

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