Der Motorradhelm – Ein kleines FAQ

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Der Motorradhelm

Ein kleines FAQ

Ein Helm stellt die wichtigste Sicherheitsausrüstung dar, wenn es um Schutzausrüstung für Motorradfahrer geht, denn er schützt nicht nur Ihren Kopf und reduziert Verletzungen, sondern verbessert auch dein Fahrerlebnis. Er hält dich trocken und schützt vor Schmutz und Insekten. Dieser Ausrüstungsgegenstand ist dein wichtigstes Tool – wähle ihn also mit Bedacht aus. 


Leider ist es nicht gerade einfach, schnell den perfekt sitzenden Helm zu finden, da es um mehr geht als nur um die Auswahl zwischen der Größe und Farbe. Durch die zahlreichen verschiedenen Marken und Systeme fällt es einem oft nicht leicht das Richtige zu finden – insbesondere bei der enormen Auswahl die online verfügbar ist. Gerade ein passgenaues Modell zu finden ist ein wichtiger Punkt, wodurch man auf jeden Fall den Helm ausprobieren und sich in einem Geschäft beraten lassen soll. Verlassen dich daher NIEMALS blind auf die Meinung eines Freundes, was gut ist oder was dem Trend entspricht. Bei der Auswahl des richtigen Helms geht es NUR um dich und deinen Kopf.

Was zeichnet einen guten Helm aus?

Zunächst ist es wichtig zu wissen, woraus ein Helm tatsächlich besteht und wie er aufgebaut ist. Grundsätzlich besteht jeder Helm aus vier Hauptkomponenten: der Außenhülle, dem stoßdämpfenden Innenschuh, der Komfortpolsterung und dem Rückhaltesystem.
Während die Außenhülle meist aus faserverstärkten Verbundwerkstoffen oder Thermoplasten verwendet um die Aufprallenergie zu verteilen, absorbiert der Aufprallschutz den Stoß mithilfe einer dichten kissenartigen Schicht. Wie der Name bereits andeutet, sollten man sich in der Komfortpolsterung wohl fühlen, während das Rückhaltesystem dafür verantwortlich ist, dass der Helm bei einem Unfall auf dem Kopf bleibt. Eine Glasfaserschale ist die erste Wahl für einen hochfesten und leichten Helm, wohin gehend Kohlefasermaterial auch sehr leicht und eine beliebte Wahl für Rennfahrer ist.

Worauf soll ich noch achten?

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass du einen zertifizierten Helm kaufst welche den Sicherheitsstandards und -bestimmungen entspricht. In Europa müssen alle Motorradhelme die Mindestsicherheitsanforderungen für die europäische Norm ECE 22.05 erfüllen, die sowohl den Helm als auch das Visier abdeckt. ECE steht dabei für Economic Community of Europe, 22 für die Zahl der Prüfvorschrift und 05 gibt Information über das Jahr der (Gesetzes)änderung. Stelle also sicher, dass der Helm auch zu 100% für die Straße zugelassen ist.

Welches Modell sollte ich kaufen?

Die direkteste Antwort lautet: Einen Helm, der am besten zu dir passt. Dieser Rat ist von entscheidender Bedeutung, da selbst der sicherste Helm auf dem Markt einen Fahrer oder eine Fahrerin nicht ausreichend schützen kann, wenn er zu locker oder zu eng ist. Aus diesem Grund sollten man das Modell vor dem Kauf stets anprobieren bevor man es kaufen.

Wie ermittle ich die passende Helmgröße?

Das wichtigste oder entscheidende Maß ist dein Kopfumfang um deine Stirn, da die meisten Hersteller daran die Helmgröße anlehnen. Dieses grundlegende Maß gibt dir einen ersten Überblick darüber, wie der Helm zu deinem Kopf passt. Dennoch ist es nicht ungewöhnlich, dass die meisten Hersteller, Helme mit einem neutralen, ovalen oder runden (Innen)profil entwerfen. Während die grundlegende (äußere) Größe des Helms dem bereits erwähnten Schemagrößen folgt, kann die innere Passform einiger Helme häufig durch die Wangenpolster oder das Stirnfutter geändert werden.

Woran kann ich erkennen, dass der Helm tatsächlich passt?

Abgesehen davon, dass man sich von Anfang an wohl fühlen sollte, sollten die Wangen immer in Kontakt mit dem Helm bleiben auch wenn man den Kopf von einer Seite zur anderen dreht. Des Weiteren sollten die Pads zwar auf die Wangen drücken, allerdings nicht zu stark, dass man darauf beißt. Eine weitere, sehr wichtige Tatsache ist, dass der Helm unter keinen Umständen zu stark auf die Vorder- oder Oberseite deines Kopfes drücken darf. Dies wird oft vernachlässigt, kann aber während einer langen Ausfahrt sehr schmerzhaft werden und sogar starke Kopfschmerzen verursachen.

Welcher Helm passt am besten zu mir?

Wenn man einen fabrikneuen Helm ausprobt, sollte er zunächst festsitzen, da sich die Polsterung mit der Zeit zusammendrückt und der Helm dadurch ein mit der Zeit weniger fest sitzt. Es sollte jedoch niemals zu eng sein oder dir ein einengendes Gefühl geben. Komfort und Sicherheit sind gleichermaßen wichtig. Das bedeutet konkret, dass jeder Schutz den ein Helm bieten könnte, keinen Wert hat, wenn er unangenehm zum Tragen ist.

Welche Helmtypen gibt es?

Auf dem Markt sind hauptsächlich drei Helmkategorien erhältlich. Integralhelme, Jethelme und Klapphelme.
Ein Integralhelm bietet dir immer das höchstmögliche Maß an Sicherheit. Die meisten Modelle sind normalerweise mit einem beweglichen Visier ausgestattet, um deine Augen vor Außeneinwirkung zu schützen, was sie zum beliebtesten Helmtyp macht.
Sogenannte Jethelme stellen einen offenen Helmtyp dar und sind ähnlich wie Integralhelme aufgebaut, bieten jedoch keinen Gesichts- und Kinnschutz. Da sie einfacher handzuhaben sind (insbesondere mit Sonnenbrillen) und dich weniger einengen, sind sie unter Rollerfahrern und Cruisern sehr beliebter.
Zu guter Letzt gibt es noch die Gruppe der Klapphelme, welche einen gemischten Typ darstellen und sich mit der Zeit immer größerer beliebter erfreuen. Sie bieten ein hohes Maß an Sicherheit wie Vollvisiermodelle, sind aber auch komfortabler, vor allem wenn man einen kleinen Snack zu sich nehmen möchten.

Braucht ein neuer Helm eine Einlaufzeit?

Ja, alle neuen Helme benötigt eine kleine Einlaufzeit. Meistens hängt dies davon ab, wie oft und wie lange man fährt und ihn benutzt. Eine Faustregel liegt bei einer täglichen Anwendung bei 2-3 Wochen.

Wie oft sollte ich meinen Helm durch ein neues Modell ersetzen?

Wenn du dein Bike regelmäßig fährst, solltest du deinen Helm im Durchschnitt alle fünf Jahre austauschen. Nach einem Unfall solltest du deinen Helm sofort austauschen, egal wie stark der Anprall war, da eine leichte Verformung bereits die strukturelle Festigkeit des Helms beeinträchtigen kann.

Welche Faktoren sind ebenfalls zu berücksichtigen?

Es gibt viele Fragen, die man sich sich stellen sollten z. B. “Ist der Helm für Touren oder kürzere Fahrten geeignet?”, “Welcher Wettersituation werde ich ausgesetzt sein?”, “Werde ich auch nachts fahren?”, “Würde ein dunkles Visier für Sonnenschutz nützlich sein? ”.
Sicher ist es nicht einfach den Durchblick zu bewahren oder jede Frage mit einem konkreten Helmmodell beantworten zu können, aber es soll dir zumindest eine Vorstellung davon geben, wie du eine für dich geeignete Passform finden kannst. Für machen Fahrer oder Fahrerin kann die Hauptpriorität beispielsweise ein leiser und leichter Helm für lange Ausfahrten sein, manche jedoch benötigen eine Bluetooth-Verbindung zur gemeinsamen Kommunikation, falls Sie in einer Gruppe fahren. Denke bei der Farbwahl auch daran eine helle Farbe zu wählen, da diese bei starkem Verkehr leichter zu erkennen ist.
Hier sind einige Punkte, die ebenfalls zu beachten sind:

  • Gewicht (1,5 kg sind ein häufiger Durchschnitt)
  • Geräuschpegel
  • Austauschbares Innenmaterial (Passform und Hygiene)
  • Lüftungsschlitze zum Kühlen
  • Visierspezifikationen (Blendschutz, UV-Schutz, einfache Entfernung)

 

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