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Motorradreifen – Ein kleines FAQ

Motorradreifen - Häufige Fragen

Wie finde ich den besten Reifen für mein Motorrad?

Am geeignetsten ist stets jener Reifen der von deinem Motorradhersteller für dein Bike empfohlen wird, das bedeutet, dass du stets die Abmessungen und Spezifikationen (Geschwindigkeits- und Lastindex) einhalten solltest. Montiere keinen Reifen der nicht zu deinem Fahrverhalten passt. Beispielsweise ist ein Rennreifen wenig für das Gelände geeignet um umgekehrt. Mit dem richtigen Reifen bist du stets optimal im Bereich Sicherheit und Performance unterwegs. Beachte also auch Langlebigkeit, Wettertauglichkeit, Profilart und ob und wieviel zusätzliches Gewicht du auf dein Bike packst.

Soll ich einen Radial- oder Diagonalreifen kaufen?

Grundsätzlich sind Diagonalreifen in ihrem Aufbau mit einer stabileren Flanke etwas einfacher aufgebaut und dadurch besser für den Einsatz abseits der asphaltierten Straße geeignet als Radialreifen, allerdings besitzen sie auch einen geringeren Geschwindigkeitsindex. Bei Radialreifen wiederum wird die Struktur der Reifen mit einer Radialkarkasse und einer einzigen Gürtellage hergestellt, wobei der Gürtel in Rollrichtung mit einem Winkel von 0 bis 25° um den Umfang der Karkasse gewickelt wird. Dadurch wirken geringere Zentripetalkräfte (in Richtung Radmittelpunkt) was wiederum eine höhere Maximalgeschwindigkeit bedeutet. Es gilt wie immer: Beachte den geplanten Einsatzzweck!

Wie fahre ich neue Reifen ein?

Dir ist vielleicht aufgefallen, dass sich zahlreiche neue Reifen anfangs ein wenig rutschiger verhalten. Dieses Verhalten hat seinen Ursprung im Aushärten während des letzten Herstellungsschrittes, dem sog. Vulkanisierungsprozess. Wenn der fertige Reifen aus der sehr heißen Form herausgelöst wird geschieht dies mithilfe einer geringen Menge an Trennmittel welche das Trennverfahren erleichtert. Dabei verbleibt eine geringe Menge am Reifen welche sich erst nach ein paar gefahrenen Kilometern ablöst. Wenn du deine neuen Reifen also zum ersten Mal bewegst, solltest du besonders darauf achten. Also fahre mit erhöhter Aufmerksamkeit!

Was kann ich tun, wenn ich einen Platten habe?

Ein Platten bedeutet stets Ärger, umso mehr, wenn du dich auf einer langen Tour befindest. Glücklicherweise gibt es in diesem Fall ein paar nützliche Werkzeuge und Mittel um bald wieder unterwegs zu sein. Für Reifen welche mit einem Schlauch betrieben werden müssen, gibt es fix fertige Reparaturkits für den Einsatz vor Ort. Im Falle von schlauchlosen Reifen hast du die Wahl zwischen Lösungen mit einem Stopfen, einem Kabel/Schnur und Sprühlösungen aus der Dose. Letztere Möglichkeit erscheint praktisch, erweist sich jedoch meist als wenig effektiv. Zudem führt dies im Reifeninneren zu einer ziemlichen Sauerrei. Diese Variante solltest du, wenn dir die Freundschaft zu deinem Mechaniker etwas wert sein sollte lieber sein lassen. Grundsätzlich gilt: Fahre mit einem reparierten Reifen stets nur solange du wirklich musst. Ein Reparaturkit einzupacken ist nie eine schlechte Idee!

Ist es überhaupt sicher ein Motorradreifen zu reparieren?

Ja, für eine gewisse Betriebszeit schon. Manchmal ist es deine einzige Wahl während einer Tour. Falls du dich fragst ob du einen Reifen auch mehrmals reparieren kannst, gibt es diesbezüglich eine Empfehlung von British Standards: Bis zu einem Geschwindigkeitsindex J (100 km/h) kannst du dies 2-mal machen, wohin gehend die Indizes J bis V (max. 240km/h) dies nur 1 mal erlauben. Bei einem Hochgeschwindigkeitsreifen mit dem Index V solltest du dies lieber bleiben lassen. Behalte dabei stets im Hinterkopf, dass nicht jeder Bereich eines Reifens repariert werden kann und beachte stets die Montagehinweise. Bei einer Restprofiltiefe von 0.8mm solltest du dir lieber gleich einen neuen Satz Reifen gönnen.

Welcher Reifendruck ist der Richtige für meine Reifen?

Für diese Information sehe am besten in der Bedienungsanleitung von deinem Motorrad nach. Bleibe dabei stehts innerhalb der vorgegebenen Grenzen, da dein Bike für diesen Betriebsbereich ausgelegt und ausreichend getestet wurde. Ein falscher Reifendruck gefährdet nicht nur deine Sicherheit aber auch die Langlebigkeit deiner Reifen. Ist er zu niedrig kann sich die Kontaktfläche zwischen Reifen und Fahrbahn sogar verringern, weil sich dabei der mittlere Bereich leicht in Richtung Radmitte wölben kann. Dies kann bis zu einer Überhitzung im Reifeninneren führen. Ein zu hoher Reifendruck führt meist zu einem ungleichmäßigen Abrieb und in weiterer Folge einem schlechteren Handling und geringerem Fahrkomfort. Also vergewissere dich immer über die Herstellerempfehlungen (deines Bikes) auch wenn du mehr Gepäck dabeihaben solltest. Hast du das Handbuch einmal nicht dabei kannst du dich stets direkt beim Hersteller im Internet informieren.

Welche Mindesttiefe darf das Reifenprofil aufweisen?

In Europa liegt ist die Mindestprofiltiefe gesetzlich mit 1.6mm um den gesamten Reifenumfang festgesetzt. Aufgrund des den unterschiedlichen Fahrverhaltens kommt es bei Motorrädern im Gegensatz zu PKWs zu einem ungleichmäßigeren Abrieb des Fahrprofils. Dies hat zur Folge, dass das Reifenprofil noch auf 75% der Profilbreite vorhanden sein muss. Es ist wichtig ausreichend Restprofil zur Verfügung zu haben, denn es ist bei Regen maßgeblich dafür verantwortlich Wasser zu verdrängen. Basierend auf deinem Reifentyp ist er ratsam sich bereits bei einer Profiltiefe von 2-3 mm Gedanken über einen baldigen Wechsel zu machen. Eine Profillehre erleichtert dir dabei einen zuverlässigen Check deiner Profiltiefe.

Kann ich unbenutzte Reifen benutzen die bereits ein paar Jahre alt sind?

Jein. Hierbei ist es entscheidend zu wissen, wie die Reifen seit der Herstellung gelagert wurden. Dies kann (gerade bei gebrauchten Reifen) oft schwer zu bestimmen sein. Der Hintergrund warum man hier vorsichtig sein sollte liegt an der Tatsache (oder dem Mechanismus), dass Reifen nach ihrer Herstellung ausgasen. Dieser Prozess geschieht ständig, wenn ein Reifen eine aufgeheizt und abgekühlt wird – eine Temperaturführung wie sie beim Fahren ständig entsteht. Dieser Prozess führt dazu, dass gewisse Chemikalien welche für die Plastizität und Verformbarkeit zuständig sind aus dem Reifen gasförmig austreten. Folglich werden deine Reifen spröder bzw. härter und zeigen weniger Haftung. Achte daher auf eine kühle Lagerung in einem geschlossenen Gebäude und vermeide direktes Sonnenlicht. Ein Worstcase Szenario wäre ein heißes Lagerhaus mit direkter Sonneneinstrahlung. Checke zudem den DOT Code nach dem Herstellungsdatum. Denn: Ein 3 Jahre alter Reifen welcher korrekt gelagert wurde kann besser performen als 1 Jahr alter Reifen mit inkorrekter Lagerung. Achte daher beim Kauf auch immer darauf deine Ware von einem Händler mit einem großen Warenumschlag zu beziehen. Dadurch vermeidest du alte Ware und bekommst immer frisches Zeug.

Kann ich unterschiedliche Reifendimensionen montieren?

Da jeder Reifen eine bestimmte Charakteristik aufweist und ein definiertes Handling ermöglicht (Bspw. Slick für die Rennstrecke, Stollenreifen für Off-Road), solltest du dir immer aufeinander abgestimmte Sets zulegen. Im schlimmsten Fall führt eine ungünstige Kombination zu einem unvorhersehbaren und gefährlichem Fahrverhalten. Wie wir wissen – “guter Rad ist teuer” – vor allem im Vergleich zu PKWs und man hat einen höheren Reifenbedarf (Faustformel: 2 Hinterradreifen auf ein Vorderrad) als Motorradfahrer, aber gerade bei dem Thema sollte Geld keine Rolle spielen.

Wie pflege und lagere ich meine Reifen in der Nebensaison?

Da deine Reifen (oder die Fläche darunter) der einzige Kontakt zwischen dir und der Straße sind, solltest du sie entsprechend behandeln und pflegen. Mache daher in regelmäßigen Abständen eine visuelle Kontrolle (achte dabei auf eine gute Ausleuchtung) auf mögliche Beschädigungen wie Risse, Schnitte und Fremdkörper wie Nägel o.ä. Reifen müssen wirklich viel aushalten, achte daher auch auf kleine Glassplitter welche sich in das Profil bohren können. Da ein Reifen immer spröder werden kann solltest du Risse genauer im Auge behalten. Vergesse dabei nicht, dir den gesamten Reifenumfang anzusehen. Während der Nebensaison garantiert dir eine korrekte Lagerung in einem stabilen Klima lange Freude an deinen Reifen.

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Schnell und sicher fahren, auf die MotoGP-Art

Schnell und sicher fahren, auf die MotoGP-Art!

MotoGP-Fahrer brauchen für ein Rennen mehr als nur ein Motorrad. Sie benötigen spezielle Anzüge, Stiefel und Handschuhe. Viele schützende Elemente wie Knieschleifer, Ellbogenschützer usw. werden benötigt um diese äußerst schützenden Rennausrüstung zu vervollständigen. Ein weiterer wichtiger Faktor der bei Anzügen und Helmen berücksichtigt werden muss, ist der Komfort, den der Fahrer benötigt.

Das Wetter spielt auch eine große Rolle bei der Bestimmung der Ausrüstungsart die ein MotoGP-Fahrer benötigt. Beispielsweise kann Regen für einen MotoGP-Fahrer ein erhöhtes Risiko bedeuten. Im Falle eines Sturzes benötigen Sie einen Anzug, um Abrieb zu unbeschadet zu überstehen und den Fahrer zu schützen.

Wenn auch du ein sportliches Motorrad fährst und MotoGP-Rennen verfolgst, müsst du wissen, was in den Sicherheitselementen eines Fahrers steckt. Die MotoGP-Ausrüstung wurde unter Berücksichtigung der Fahrersicherheit hergestellt, egal ob es sich um professionelle Rennfahrer oder Alltagsfahrer wie Sie und mich handelt.
Natürlich musst du nicht jedes Mal im Outfit eines MotoGP-Piloten stecken, aber du kannst es dir als Vorbild nehmen, um besonders sicher zu fahren. Fit zu sein ist ein Vorteil für jeden, der ein schweres Bike fährt, und ein Einblick in das Körpertraining eines MotoGP-Fahrers zu haben, könnte die Inspiration sein die Sie brauchen. Schließlich kann Ihnen moderne Motorradtechnologie wie die Traktionskontrolle auch in schwierigen Situationen helfen. Auf geht’s…

Schutzausrüstung – Ausgewogenheit zwischen Schutz und Komfort

Helm

Der Hauptzweck eines Motorradhelms besteht darin, den Kopf des Fahrers beim Aufprall zu schützen. Die Farbe und das Design eines MotoGP-Helms können sehr attraktiv sein. Die Fahrer tragen dabei meist einen Integralhelm aus dem hochfesten Werkstoff Kohlefaser.
Helme können individuell angepasst werden um maximalen Schutz und Komfort zu erzielen. Der Lufteinlass bestimmt den Komfort des Fahrers und kann seinen Bedürfnissen angepasst werden. Um maximalen Komfort zu bieten, gibt es Helme welche weniger als 0,5kg wiegen.
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Airbag-Anzüge

Ab 2018 ist es für alle MotoGP-Fahrer obligatorisch ein zugelassenes Airbagsystem in ihren Leder-Rennanzügen zu tragen, um zusätzlichen Schutz zu gewährleisten. Diese müssen funktionsfähig sein, wenn der Fahrer auf der Strecke ist. Das Airbagsystem ist eigentlich ein Schutzelement das sich aufbläst wenn es feststellt, dass der Fahrer im Begriff ist zu fallen oder gefallen ist. Es dauert kaum ein paar Millisekunden, bis die verschiedenen Teile des Anzugs aufgeblasen sind.
Brust und Arme sind die Hauptteile die es zu schützen gilt und wenn sie einmal aufgeblasen sind, wirken sie sehr gut um den Aufprall abzuschwächen. Auch wenn der Fahrer nach einem Sturz beschließt, wieder Rennen zu fahren, gibt es eine zweite Ladung im System, die bereit ist um den Fahrer erneut zu schützen. Dies ist die fortschrittlichste Schutztechnologie die derzeit für Fahrer verfügbar ist, und sie funktioniert so genau, dass sie den Unterschied zwischen einem ordnungsgemäßen Sturz und einer gründlichen Rasur messen kann.

Protektoren

Der Anzug enthält Schutzteile, die in die Innentaschen passen. Diese Teile schützen gefährdete Bereiche vor Abrieb und absorbieren den Aufprall nach einem Sturz. Diese Elemente, sogenannte Protektoren, sind so konstruiert, dass sie leicht bleiben und maximale Absorptionsfähigkeit bieten. Dies trägt dazu bei, dass sich der Fahrer sowohl geschützt als auch wohl fühlt.

Stiefel und Handschuhe

Die Stiefel und Handschuhe der MotoGP-Fahrer müssen in bestimmten Bereichen zusätzlichen Schutz bieten und für den Fahrer angenehm zu tragen sein. Ein Fahrer muss in der Lage sein, seine Hände und Füße leicht zu fühlen, da dies die beiden Teile sind, die er am häufigsten verwendet, um sein Motorrad zu kontrollieren. Sie sollten leicht sein und die Handschuhe haben im Allgemeinen einen zusätzlichen Schutz an den Knöcheln, Fingern und der Basis der Handfläche. Dies sind die am stärksten gefährdeten Bereiche im Falle eines Aufpralls. Schutzhandschuhe besitzen häufig auch eine Schutzplatte in der Nähe der Handgelenke.

Rennanzug

Der wichtigste Teil der Schutzausrüstung eines MotoGP-Fahrers ist der Anzug. Sie sind hochgradig anpassbar, um Abrieb und Stößen standzuhalten, und für den Fahrer leicht und angenehm zu tragen.

Ellbogenschützer und Knieschleifer

Ellbogen und die Knie sind hochsensible Bereiche für einen MotoGP-Fahrer. Tatsächlich benutzen die Fahrer Elemente wie Knieschleifer, um in direkten Kontakt mit der Strecke zu kommen. Diese Oberflächen sind extrem abrasiv und werden dabei sehr heiß. Während dieses Abstützvorganges muss sich der Fahrer zu 100% auf die Schutzfähigkeiten seiner Knieschleifer verlassen können.
Wie bei Knieschleifern kommen auch die Ellbogenschützer der Fahrer häufig mit dem Asphalt in Berührung. Dies hat die Hersteller dazu ermutigt, die Schutzeigenschaften von Ellbogenschützern weiter zu verbessern.

Körperliches Training

MotoGP ist der Top-Motorradsport auf der Welt. Aufgrund des enormen Wettbewerbs müssen die Fahrer nicht nur auf der Strecke, sondern auch im Fitnessstudio immer auf dem neuesten Stand und körperlich fit sein. Wie jeder andere Sportler müssen MotoGP-Fahrer in der Lage sein, ihre Bikes mit einem Gewicht von mehr als 150 kg bei einer konstanten Geschwindigkeit von über 250 km / h zu steuern, die Neigungswinkel beizubehalten und dies über eine Stunde lang durchzuhalten. Und dies war nur die reine Rennzeit, es darf dabei nicht vergessen werden, dass die Fahrer in der Trainingszeit stundenlang auf der Strecke fahren müssen.

Die Fahrer beginnen ihren physischen Trainingszyklus meist mit einer Vorsaison im Dezember. Es besteht normalerweise aus Cardio- und Ganzkörpertraining, 6 Stunden am Tag und 6 Tage die Woche. Diese 6 Stunden sind aufgeteilt in Radfahren, Fitness und Schwimmübungen.
Während der Rennperiode die im März beginnt, machen die Fahrer Übungen die sie für nötig halten, natürlich unter Anleitung von erfahrenen Trainern. Sie wollen in der Regel Kraft bewahren, dabei sind die Übungen meist auch für gleichen.
In den Sommerferien ist das Training meistens mit dem Training mit dem vor der Saison identisch. Nach dem Ende der Saison machen die Fahrer in der Regel eine Pause von einem Monat, gönnen sich aber auch Freizeitübungen und Sportarten wie Fußball, Badminton usw., um fit zu bleiben und sich vor einer neuen Saison und einem neuen Trainingszyklus frisch zu halten.

Motorrad Sicherheitssystem – Traktionskontrolle

Der schlimmste Albtraum eines MotoGP-Rennfahrers ist es, auf der Strecke die Traktion zu verlieren und ins Abseits zu schlittern. Glücklicherweise ist es für MotoGP-Fahrer mit modernen Motorrad-Sicherheitssystemen und Elektronik viel einfacher, die Traktion zu kontrollieren als wir denken.

Die Antriebsschlupfregelung ist im Grunde ein System, bei dem die Drosselklappenöffnung oder die Vorverstellung der Motorzündung als Eingangsvariablen zur Regulierung des Schlupfes des Hinterrads verwendet werden.
Es werden Sensoren verwendet, die an verschiedenen Stellen am Motorrad angebracht sind, beispielsweise an der Hinter- und Vorderradbefestigung. Es hilft dabei die Geschwindigkeit des Rades zu überwachen.
Es ist auch möglich die Rollneigung mit dem Inertial Management System zu überwachen. Dieses System kann auch den Schlupf der Räder auf Geraden oder Kurven überwachen. Es gibt Sensoren die auch die Motordrehzahl überwachen können. Dabei gibt eine elektronische Steuereinheit (ECU) die Informationen überwacht und an die Boxen des Rennteams weiterleitet.
Einfach ausgedrückt hilft diese Technologie, jeden Parameter des Motorrades zu überwachen. Wenn das Vorderrad einige Sekunden vom Boden abhebt oder das Hinterrad durchrutscht, wird die Leistungsabgabe durch die ECU verringert. Die Elektronik ist heute so fortschrittlich, dass für jede Kurve die ein Fahrer unternimmt, entsprechende Traktionskontrolleinstellungen in den Motorrädern verfügbar sind.

Ein MotoGP-Fahrer zu sein, erfordert viel Übung und Kraft. Alle Fahrer müssen extra hart arbeiten um am größten Motorradrennen der Welt teilnehmen zu können. Um sich in einem Rennen zu schützen und sicher zu gewinnen, benötigen sie die Hilfe von spezieller Kleidung, Fitness und Technologie.

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10 Tipps für einen sicheren Start in die Motorradsaison: Teil 2

10 Tipps für einen sicheren Start in die Saison - Teil 2

Von wem auch immer das Zitat “Du hast nie wirklich gelebt bis du nicht ein Motorrad gefahren bist” stammt, konnte sich nicht irren. Dennoch lässt sich die Tatsache nicht leugnen, dass Motorradfahren mit allerhand Gefahren und Risiken verbunden ist und ein sehr gefährliches Hobby darstellt. Dieser Umstand lässt sich eher von der hohen Verletztungsschwere anstelle der Unfallhäufigkeit ableiten. Die meisten Unfälle lassen sich jedoch auf eine falsche und unzureichende Vorbereitung oder ein unangepasstes Fahrverhalten zurückführen Mit der kommenden Motorrad-Saison direkt vor der Türe, stellen wir euch hier die ersten 5 Tipps für mehr Sicherheit vor, damit du dich bestmöglichst auf die Fahrt konzentrierten und diese zu 100% genießen kannst, ganz ohne dich und andere zu gefährden.

Besuche einen Kurs um neue Techniken zu erlernen

Obwohl die Basics über die Fortbewegung eines Motorrades zu erlernen recht einfach sind, kannst du dich nur mit ausreichend Praxis verbessern. Aus diesem Grund gibt es gewisse Kenntnisse welche man nur aktiv erlernen kann. Dazu zählen Fahrten auf unwegsamen Gelände abseits der Straße, Bergfahrten, das Befahren verschiedener Untergründe, optimale Kurvenfahrten und so weiter. Setze dich daher mit einem Fahrerclubs in deiner Nähe in Verbindung und nehme an ein einem Kurs teil der es dir beibringt dein Motorrad auf eine neue Art, noch sicherere Art zu fahren.

Beginne langsam

Es ist verständlich, dass du dich auf die kommende Saison und die damit verbundene Freiheit des Fahrens freust. Dennoch musst du stets im Hinterkopf bewahren, dass du zu Saisonbeginn immer ein wenig eingerostet bist. Darum musst du all deine Sinne für das Fahren eines Motorrades schärfen, und zwar so lange bis du dich bereit fühlst zu 100% die Kontrolle zu haben.

Beginne daher allmählich mit kürzeren Touren und arbeite dich langsam vor um dich erneut mit deinem Bike und der Umgebung vertraut zu machen. Erst wenn sich das Bike und deine Ausrüstung wie eine Erweiterung von dir selbst anfühlt, kannst du die Fahrt voll genießen – und das kann dauern, also Geduld.

Checke dein Equipment

Du kannst noch so sicher unterwegs sein und dennoch in eine unglückliche Situation geraten, oft aufgrund eines Fahrfehlers eines anderen Verkehrsteilnehmers. Auch falls nicht unmittelbar DU es benötigen magst, ist ein Erste-Hilfe Kit unerlässlich und kann das Leben eines anderen Fahrers retten. Die meisten Bikes haben genug Platz für ein kleines Päckchen. Sei daher sicher, dass du alles dabei hast und das Verbandsmaterial aufgefüllt und für die gesamte Saison benutzbar (Ablaufdatum) ist.

Informiere dich über das Wetter und die Fahrbahnbeschaffenheiten

Gerade am Anfang der Saison kann es vermehrt zu Unwettern und wechselhaften Wetterverhältnissen und entsprechenden Auswirkungen auf die Fahrbahn kommen. Verlass dich nicht auf deinen Instinkt, sondern informiere dich über Wetterservices bevor du dich auf dein Bike setzt. Versuche auf keinen Fall die Grenzen deines Motorrades verschieben zu wollen und fahre nie wenn es die Gegebenheiten nicht erlauben.

Kenne deine Grenzen und halte dich daran

Viele sind der Meinung sich ständig an der Grenze des Machbaren bewegen zu müssen um das Fahren erst genießen zu können.

Dieser Gedanken könnte kaum irreführender sein. Auch eine gemütlichere Solo-Fahrt kann sehr abwechslungsreich sein. Durch die Wahl einer geringeren Fahrgeschwindigkeit ist man oft erst in der Lage die Natur und all ihre Schönheiten zu erfassen und das Gefühl der Freiheit zu erleben, welches mit dem Motorradfahren verbunden wird.

Richte deine Erwartungen entsprechend aus und lass dich dich und dein Motorrad nicht von anderen antreiben.

Fahre nie bei Müdigkeit oder schlechter Witterung. Gleiches gilt für Nachtfahren, diese sollten wenn möglich vermieden werden. Wenn es darum geht eine schwierige Entscheidung zu fällen: Denke mit dem Kopf und nicht mit dem Herz. Die nächste Saison kommt bestimmt um neue Dinge ausprobieren zu können.

Genieße die Fahrt und bleib sicher!

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10 Tipps für einen sicheren Start in die Motorradsaison: Teil 1

10 Tipps für einen sicheren Start in die Saison - Teil 1

Von wem auch immer das Zitat “Du hast nie wirklich gelebt bis du nicht ein Motorrad gefahren bist” stammt, konnte sich nicht irren. Dennoch lässt sich die Tatsache nicht leugnen, dass Motorradfahren mit allerhand Gefahren und Risiken verbunden ist und ein sehr gefährliches Hobby darstellt. Dieser Umstand lässt sich eher von der hohen Verletztungsschwere anstelle der Unfallhäufigkeit ableiten. Die meisten Unfälle lassen sich jedoch auf eine falsche und unzureichende Vorbereitung oder ein unangepasstes Fahrverhalten zurückführen Mit der kommenden Motorrad-Saison direkt vor der Türe, stellen wir euch hier die ersten 5 Tipps für mehr Sicherheit vor, damit du dich bestmöglichst auf die Fahrt konzentrierten und diese zu 100% genießen kannst, ganz ohne dich und andere zu gefährden.

Bringe dich wieder in Form

Ähnlich wie mit der Fitness gleich nach einem langen Urlaub ist es um deine körperliche Fitness zum Biken bestellt. Dies kann sich nachteilig auf dein Fahrverhalten auswirken, vor allem bei längeren Touren. Aus diesem Grund solltest du rechtzeitig wieder in Form kommen indem du vermehrt Bewegung mit einem Fokus auf Ausdauersport machen solltest. Entgegen landläufiger Meinung ist Motorradfahren kein einfaches Unterfangen und weit mehr als nur fest auf einem Sitz zu sitzen. Zusätzlich erleichtern dir Dehnübungen den Einstieg und bereiten deinen Körper optimal auf eine lange Fahrt vor. Nur mit der richtigen Kombination kannst du dich optimal auf die Fahrt und den Fahrspaß konzentrieren

Bringe auch dein Bike in Form

Obwohl sich lediglich ein kleiner Teil der Motorradpannen auf unzureichend gewartete Maschinen zurückführen lässt, möchtest du dennoch nicht davon betroffen sein. Oder? Höchstwahrscheinlich war dein Motorrad im wohlverdienten Winterschlaf. Darum checke zuerst alle Füllstände (Öl, Bremsflüssigkeit) und die Mechanik der Armaturen. (Seilzüge, Hydraulik) Wenn alle sin Ordnung ist lasse den Motor nach erfolgtem Start erstmal warmlaufen. Hör genau hin und vergewissere dich, dass dein Bike normal klingt. Checke die Reifen nach Beschädigungen oder Veränderungen der Oberfläche wie poröse Stellen oder Rissen. Führe auch eine Sichtkontrolle am Fahrwerk (Kette, Ritzel, Schwinge) durch um sicher zu gehen, dass auch hier alles bereit für den Start ist. Falls du etwas auffälliges finden solltest, lasse den Schaden von einem Professionisten in der Werkstatt beheben. Auch für den Fall, dass alles in Ordnung zu sein scheint ist es immer eine gute Idee jemand anderen einen Blick auf dein Bike werfen zu lassen.

Checke deine Ausrüstung

Es kann nie oft genug gesagt werden wie wichtig gute Schutzausrüstung für die Sicherheit ist. Ja, sie sollte bequem sein und dir passen, gehe jedoch nie einen Kompromiss mit dem Thema Sicherheit ein. Dabei sollte deine Ausrüstung auch bei schlechten Lichtverhältnissen sichtbar sein. (Heller Helm, Reflektoren) Falls sich auch deine Schutzausrüstung wie dein Bike im Winterschlaf befunden haben, checke alles gründlich um sicherzustellen, dass alles komplett und funktionstüchtig ist. Es ist auch hilfreich alles zuvor einmal anzuprobieren, um sicherzustellen, dass es auch während der Fahrt zu keinen Reibereien kommt.

Plane deine Touren im Vorfeld

Wie auch bei vielen anderen Dingen im Leben ist eine gute Planung die halbe Miete. Darum plane bereits im Vorfeld zu welchen Abenteuern du in dieser Saison aufbrechen möchtest. Dadurch kannst du dich vor Saisonbeginn entsprechend auf die jeweiligen Fahrten vorbereiten und körperlich aufbauen. Lass dir hierbei Zeit für deine Fitness. Plane wann du dein Bike und deine Ausrüstung fahrbereit und gecheckt (Werkstatttermine) haben möchtest, erst dann kannst du deine erste Tour in Angriff nehmen. Oft können diese Termine nicht immer konkret und auf den Tag genau eingehalten werden, sie verschaffen dir

Checke deine Papiere

Dies erklärt sich von selbst. Vergewissere dich, dass du und dein Bike alle nötigen Auflagen (Fahrtüchtigkeit. Versicherung) erfüllst um im Fall der Fälle ordentlich geschützt zu sein.

Genieße die Fahrt und bleib sicher!​